* eine Portion Neugier auf die Vielfalt des Fairen Handels
* einen ehrlichen Blick auf die eigene Beschaffung
* 15 kleine faire Entdeckungen für die 15 Tage der Fairen Woche
* fair gehandelten Kaffee, Tee und kleine Snacks
* Produkte aus unterschiedlichen Ländern und von verschiedenen Handelspartner:innen
* interessierte Mitarbeitende aus möglichst vielen Unternehmensbereichen
* eine Handvoll Hintergrundgeschichten über die Menschen hinter den Produkten
* einen regionalen Weltladen oder ein Fairhandelszentrum als Partner
* etwas Zeit für Begegnung, Austausch und gemeinsames Probieren
* mindestens eine faire Idee, die dauerhaft im Unternehmen verankert werden soll
* eine gute Portion Sichtbarkeit nach innen und außen
👩🍳 Zubereitung:
Fairer Handel ist weit mehr als Kaffee und Schokolade. Er verbindet Menschen, eröffnet neue Perspektiven und zeigt, wie vielfältig verantwortungsvolles Wirtschaften sein kann. Die Faire Woche bietet Unternehmen eine gute Gelegenheit, diese Vielfalt gemeinsam zu entdecken – und aus einer zeitlich begrenzten Aktion dauerhafte Veränderungen entstehen zu lassen.
1. Den Unternehmenseinkauf unter die Lupe nehmen
Startet mit einem kleinen Beschaffungscheck: Wo begegnen euch im Unternehmen Produkte aus globalen Lieferketten? Schaut dabei nicht nur auf Kaffee, Tee und Schokolade. Auch Arbeitskleidung, Blumen, Fußbälle, Werbemittel, Präsentkörbe, Textilien oder Zutaten für das Catering können fair gehandelt beschafft werden.
Wählt zunächst einen Bereich aus, in dem ihr während der Fairen Woche etwas verändern möchtet.
2. Die Vielfalt des Fairen Handels entdecken
Organisiert gemeinsam mit einem Weltladen oder Fairhandelszentrum aus eurer Region eine Verkostung, eine Produktpräsentation oder einen kleinen fairen Markt im Unternehmen. Ladet die Mitarbeitenden dazu ein, neue Produkte zu probieren und mehr über deren Herkunft zu erfahren.
Denn hinter jedem fair gehandelten Produkt stehen Menschen, ihre Fähigkeiten, ihre Kulturen und ihre Geschichten.
3. „15 Tage – 15 faire Entdeckungen“ starten
Stellt an jedem Tag der Fairen Woche eine kleine faire Entdeckung vor. Das kann ein Produkt, eine Produzent:innengeschichte, ein Quiz, ein Rezept oder eine konkrete Handlungsmöglichkeit sein.
Zum Beispiel:
– fairer Kaffee im Pausenraum
– Schokolade aus unterschiedlichen Herkunftsländern
– faire Blumen für Veranstaltungen
– fair produzierte Arbeitskleidung
– nachhaltige und faire Werbemittel
– ein faires Gericht in der Kantine
– Geschenkideen aus dem Weltladen
– eine Information zu existenzsichernden Einkommen
– ein Gespräch mit einem regionalen Fair-Handels-Akteur
– ein Blick auf Vielfalt und Gleichberechtigung in internationalen Lieferketten
Die Impulse können per E-Mail, Intranet, Teamchat, Social Media oder auf einer Aktionsfläche im Unternehmen geteilt werden.
4. Mitarbeitende beteiligen
Fragt die Mitarbeitenden, welche fairen Produkte oder Veränderungen sie sich wünschen. Welche Produkte möchten sie ausprobieren? Wo sehen sie Handlungsbedarf? Welche Ideen könnten auch nach der Fairen Woche weitergeführt werden?
So wird aus einer Informationskampagne ein gemeinsames Projekt.
5. Eine faire Veränderung dauerhaft verankern
Wählt zum Abschluss mindestens eine Idee aus, die im Unternehmen bestehen bleibt. Das kann die dauerhafte Umstellung auf fair gehandelten Kaffee sein, eine neue Beschaffungsrichtlinie, ein faires Geschenkangebot oder die Zusammenarbeit mit einem Weltladen.
Wichtig ist nicht, sofort alles umzustellen. Entscheidend ist, anzufangen und aus einem ersten Schritt eine neue Gewohnheit entstehen zu lassen.
6. Über das Engagement sprechen
Macht euer Engagement sichtbar und erzählt, was ihr während der Fairen Woche entdeckt und verändert habt. Damit würdigt ihr die Beteiligten, inspiriert andere Unternehmen und zeigt: Fairer Handel ist vielfältig, genussvoll und praktisch umsetzbar.
🌱 Das Ergebnis:
– neue Einblicke in die Vielfalt des Fairen Handels
– mehr Bewusstsein für globale Lieferketten
– lebendigen Austausch im Unternehmen
– stärkere regionale Partnerschaften
– konkrete Ideen für eine faire Beschaffung
– und mindestens eine Veränderung, die über die Faire Woche hinaus wirkt
🌍 Dieses Rezept zahlt ein auf:
– SDG 1 – Keine Armut: Faire Handelsbedingungen stärken die wirtschaftlichen Perspektiven von Produzent:innen.
– SDG 5 – Geschlechtergleichheit: Der Faire Handel fördert die Teilhabe und Selbstbestimmung von Frauen.
– SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen unterstützen bessere Arbeitsbedingungen.
– SDG 10 – Weniger Ungleichheiten: Der Faire Handel trägt zu einer gerechteren Verteilung von Chancen und Einkommen bei.
– SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion: Unternehmen übernehmen Verantwortung für ihre Einkaufsentscheidungen und Lieferketten.
– SDG 17 – Partnerschaften zur Erreichung der Ziele: Die Zusammenarbeit mit Weltläden, Fairhandelszentren und Handelspartner:innen schafft nachhaltige Verbindungen.
Unser Tipp: Nutzt die Faire Woche als Startpunkt. Denn fair zu handeln ist keine einmalige Aktion, sondern eine Haltung, die Schritt für Schritt den Unternehmensalltag verändern kann.
Viel Spaß beim kochen!
Wir sind sehr gespannt auf die Erfahrungen mit diesem Rezept.
Probieren Sie dieses Rezept gleich mal aus.
Wer das Rezept ausprobiert oder abgewandelt hat, gerne kommentieren!
Dieses Rezept ist von
Frank Braun