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Rezept – das kann ich tun

Ein wassersensibles Unternehmen werden: „Vom Verbrauch zur Quelle“

Zutaten

* 1 ehrliche Wasserbilanz (Verbrauch, Quellen, Risiken)

* 1 Portion Mut zur Transparenz

* 2–3 konkrete Einsparziele

* Technik für Kreislaufführung (z. B. Regenwassernutzung)

* Kreative Lösungen wie Dachbegrünung oder wassersparende Sanitärsysteme

* Mitarbeitende als Mitgestalter:innen

* Kooperationen mit regionalen Partnern


Wasser ist die Grundlage allen Wirtschaftens. Ohne Wasser keine Produktion, keine Lebensmittel, keine Energie, kein Leben.

Wir laden Organisationen ein, Wasser neu zu denken: nicht als Verbrauchsgut, sondern als Kreislaufressource. Nicht als Kostenfaktor, sondern als strategischen Zukunftsfaktor.

Wasser ist Leben. Und Wirtschaft braucht Leben.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass auch kommende Generationen noch aus vollen Quellen schöpfen können – nicht weil sie unerschöpflich sind, sondern weil wir gelernt haben, sie zu hüten. 💧


👩‍🍳 Zubereitung:

1. Wasserbilanz erstellen – wissen, wofür du stehst
Wie viel Wasser verbraucht dein Unternehmen direkt und indirekt? Wo entsteht Abwasser? Welche Risiken bestehen durch Trockenperioden oder Starkregen?
Was du misst, kannst du gestalten.

2. Sparpotenziale heben – Effizienz nutzen

  • – Wassersparende Armaturen und Sensorsteuerung
  • – Prozessoptimierung in Produktion und Reinigung
  • – Geschlossene Kühlkreisläufe
  • – Leckage-Management

Oft lassen sich 20–30 % einsparen – ohne Komfortverlust.

3. Kreisläufe schließen – Konsistenz leben

  • – Regenwassernutzung für Toiletten oder Bewässerung
  • – Grauwasser-Aufbereitung
  • – Wasserkreisläufe in Produktionsprozessen
  • – Kooperation mit Nachbarunternehmen (Industriesymbiose)

Wasser, das einmal genutzt wurde, ist kein Abfall – sondern Rohstoff.

4. Dach- und Fassadenbegrünung integrieren
Begrünte Dächer speichern Regenwasser, entlasten die Kanalisation, kühlen Gebäude und erhöhen die Biodiversität.
Sie wirken wie ein natürlicher Schwamm – besonders wertvoll bei Starkregen und Hitze.

5. Neue Sanitärkonzepte prüfen

  • – Vakuumtoiletten
  • – Wasserlose Urinale
  • – Trockentrenntoiletten (besonders für Außenbereiche oder Events)

Solche Lösungen sparen nicht nur Wasser – sie eröffnen neue Stoffkreisläufe.

6. Kultur entwickeln – Wasser wertschätzen
Technik allein reicht nicht.
Gestalte interne Kampagnen, Ideenwettbewerbe oder Aktionstage zum Thema Wasser.
Wer versteht, warum Wasser kostbar ist, geht anders damit um.


🌱 Würze: Suffizienz

Brauchen wir jede wasserintensive Dienstleistung?
Können Prozesse entschlackt oder Alternativen genutzt werden?
Manchmal liegt der größte Hebel nicht im „Wie“, sondern im „Ob“.


🍽️ Wirkung

Ein wassersensibles Unternehmen:

  • – senkt Betriebskosten
  • – reduziert Klimarisiken
  • – stärkt Resilienz
  • – verbessert sein Nachhaltigkeitsprofil
  • – wird attraktiver für Kund:innen und Mitarbeitende

Und es übernimmt Verantwortung für ein Gemeingut.


🌍 Dieses Rezept zahlt ein auf:

  • – SDG 6 – Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
  • – SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion
  • – SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz
  • – SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden


Viel Spaß beim kochen!

Wer das Rezept ausprobiert oder abgewandelt hat, gerne kommentieren!





Dieses Rezept ist von
WIR wie WIRtschaft – Frank Braun


Sie haben auch eine Rezept-Idee?
– SUPER! Hier geht‘s zum Rezept-Formular:

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