Rezept ReplacePlastic

ReplacePlastic – die Plattform für bewusste Unternehmen + Konsument:innen

* ein Produkt für End-Verbraucher:innen
* Reduktion von Plastik und Verpackungsmüll als Ziel
* Wunsch nach Sichtbarkeit


Für mitgestaltende Konsument:innen:
* Smartphone
* Blick für plastikhaltige Verpackungen


Für Konsument:innen
Das Smartphone immer griffbereit? Genervt von zuviel Plastik- und Verpackungsmüll, z.B. den regionalen Tomaten in Plastikverpackung oder dem neuen Gesellschaftsspiel in Papp- und Hartplastikverpackung, plus extra Folierung? Beste Voraussetzung, um die App ReplacePlastic in den Alltag aufzunehmen:
Mit der App ReplacePlastic scannen Sie den Barcode eines betroffenen Produkts. Wenn das Produkt bereits hinterlegt ist, senden Sie, vollautomatisch und mit allen vorausgefüllten Daten, aus der App heraus einen Hinweis an den oder die Hersteller:in / Händler:in, ob es möglich ist, den Plastikanteil zu reduzieren. Klingt einfach? Ist es auch! Bei hinterlegten Daten dauert die Durchführung keine 2 Minuten und der Hinweis ist an die Verantwortlichen versandt. Sollten zu einem Produkt keine Daten vorhanden sein, haben Sie die Möglichkeit, die Daten zu ergänzen.

Für Unternehmen
Und hier kommen Sie als Unternehmer:in ins Spiel:
Sie achten in Ihrem Unternehmen bereits auf die Reduktion von Plastik- und Verpackungsmüll, oder stellen gerade um? In der App ReplacePlastic werden nicht nur Unternehmen auf zuviel Plastik aufmerksam gemacht, sondern sie hilft den Konsument:innen auch dabei Alternativprodukte zu finden. Ihres könnte auch dabei sein? Hier können Sie sich als „Andersmacher:in“ zeigen.

Die Reichweite der App wird durch die einsehbaren Zahlen deutlich: In der App oder auch auf der Webseite können Sie Statistiken ansehen, die zeigen wie viele Verpackungen bereits gescannt wurden, wie viele E-Mails versendet, welche Anbieter:innen am häufigsten kontaktiert werden, welche Produkte kürzlich gescannt und wegen welcher Produkte kürzlich E-Mails verschickt wurden. Eine Freude für umweltbewusste Statistikfans, statistikbegeisterte Umweltfans und viele Weitere.

Passend zum Thema
• Für Unternehmen ein weiterer Anstoß, Verpackungs- und Plastikmüll zu reduzieren. Wer seinen/ihren Betrieb Richtung „Zero Waste“ entwickeln möchte, kann auch Ausschau nach lokalen „Zero Waste Communities“ halten. Hier gibt es oft Unterstützung / Beratung / gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit!
• Rezept „Gutes sichtbar machen“ mit der Karte von Morgen

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Dieses Rezept ist von
Sebatian K.

Du bist hier der Chef: Produktentwicklung mitgestalten

* Wunsch nach Mitbestimmung bei der Produktentwicklung
* Wunsch nach fairen Preisen
* Bereitschaft ggf. etwas mehr für ein Produkt zu bezahlen, wenn es den eigenen Werten entspricht
* Produktfragebogen online ausfüllen oder/und Produkte kaufen



Bei der Initiative „Du bist hier der Chef!“ online mitmachen oder/und Produkte kaufen.
Um den Entstehungsprozess eines Produktes neu, fairer und transparenter zu gestalten, entscheiden die Verbraucher:innen selbst, was bei Lebensmitteln wichtig ist und wie diese produziert werden sollen. Die Idee ist, dass eine Community ihre Produkte selbst gestaltet, diese nach ihren Wünschen produzieren lässt und zu einem fairen Preis vermarktet.
So entscheiden die Verbraucher selbst, was für sie wichtig ist. Ein Produkt wird via online-Fragebogen gemeinsam ausgewählt, Erwartungen und Präferenzen können kundgetan werden, sowie relevante Produktmerkmale (Herkunft, Produktionsprozess, Vergütung für die Landwirte, Qualität, Tierwohl, Verpackungsart…). Auch der Verkaufspreis kann über die Produktmerkmale mitbestimmt werden. Demokratisch werden alle Antworten ausgewertet und zusammengefasst: So entsteht das ideale Produkt. Parallel werden Landwirte, Hersteller und Händler als Partner ausgesucht, damit das Produkt den Weg in die Supermarktregale finden kann. Sobald die Vermarktung läuft, wird die Einhaltung der festgelegten Produktmerkmale kontrolliert. So sollen gemeinsam wertvolle, faire und nachhaltige Produkte für alle entwickelt werden und eine gerechte Vergütung für Landwirte garantiert werden.
„Mach mit, entscheide mit, denn Du bist hier der Chef!“ Zitiert von: https://dubisthierderchef.de

Für Fortgeschrittene
Mithelfen, „Ihren“ Supermarkt ein bisschen fairer zu machen, und Brief-Vorlage an die Filial-Leitung adressieren.
https://dubisthierderchef.de/store-finder

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Dieses Rezept ist von
Frank Braun

Mit Freunden über die WIRtschaft sprechen

* Interesse am WIRtschaften
* Unsicherheit
* Treffen mit Freunden
* eine Einstiegsfrage
* Offenheit und Neugier

Ich weiß gar nicht so recht, wie einige meiner Freunde zum Thema „Anders Wirtschaften“ stehen, was sie darüber denken oder wissen. Klar, irgendwie weiß ich schon, dass sie nicht die Extrem-Konsumenten sind, und dass sie auch nicht alles in Ordnung finden, was gerade läuft. Aber wie der Änderungswille aussieht, und ob sich jemand schon näher damit beschäftigt hat… eigentlich weiß ich das nicht so genau. Obwohl ich mir viele Gedanken mache, habe ich dieses Thema bisher gemieden. Naja, ich möchte einen leicht-fröhlichen Abend nicht mit solch einem schweren Thema belasten. Und außerdem habe ich selbst nicht alle Antworten und tue mich schwer, das Thema überhaupt gut zu umschreiben, so dass in aller Kürze das Wichtigste gesagt ist…
Dabei ist es nicht wichtig, ob man selbst ein Experte für ein bestimmtes Thema ist. Man kann es trotzdem ansprechen und sagen, was einen dazu gerade bewegt. Speziell beim Thema WIRtschaft hat ohnehin niemand alle Antworten. Außerdem kann man bekannterweise vortrefflich über Kinder oder Hunde diskutieren, auch wenn man selbst keine hat.
Also – einfach machen! Eine gute Einstiegsfrage könnte sein: Ich habe neulich eine gute Webseite zum Thema WIRtschaft entdeckt. Denkt ihr, dass unsere jetzige Wirtschaft Menschen glücklich macht? Oder: Mich treibt in letzter Zeit oft die Frage um, warum unser Wirtschaftssystem sich nicht verändert, obwohl so viele Menschen unglücklich sind oder sogar ausgebeutet werden.
Es wird sicher ein inspirierender Abend, an den alle noch lange denken. Und wer weiß, was sich daraus entwickelt. Wahrscheinlich weitere interessante Gespräche…

Abwandlungen
* Die Einstiegsfrage kann auch abgewandelt werden in ein emotional-persönliches Statement: Ich werde traurig, wenn ich darüber nachdenke, wie wir mit anderen Menschen / der Natur umgehen.
* Schwierigkeitsgrad erhöhen und das Thema beim Verwandtschaftstreffen ansprechen ; )

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Dieses Rezept ist von
Kerstin Seeger

Gutes sichtbar machen

* Sie suchen oder kennen eine tolle Adresse für das WIR-tschaften
* Karte von Morgen: https://kartevonmorgen.org
* 10 Minuten Zeit


Kennen Sie das auch? Sie brauchen z.B. ein schönes Geschenk für eine:n Freund:in und eigentlich würdet ihr schon gerne etwas schenken, was weder Mensch noch Umwelt schadet. Oft wusste ich nur auf die Schnelle nicht, wo ich so etwas finden könnte. Dabei war ich überzeugt, es gibt eigentlich (fast) immer eine öko-faire Alternative. Aber manchmal fehlte mir dann einfach die Zeit, um erst einmal groß zu recherchieren, was es da alles so gibt. Schnell merkte ich im Gespräch mit Freunden, das ging nicht nur mir so. So habe ich angefangen, Adressen zu sammeln und diese auch mit anderen zu teilen, erst alleine, dann gemeinsam mit allen, die Lust hatten mitzuhelfen, für die Region Nürnberg. Daraus ist der Bluepingu Regionallotse entstanden (regionallotse.de) mit mittlerweile über 1600 Adressen für ein gutes Leben in Franken. Seit ein paar Jahren gibt es dieses Verzeichnis der „guten Dinge“ aber nicht nur für die Region Nürnberg, sondern eigentlich weltweit. Es heißt Karte von Morgen (Link siehe oben). Egal ob ich etwas suche oder selbst etwas Neues finde, mittlerweile habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, erst einmal dort nachzusehen, was ich in dieser Karte dazu finde. Z. B. als mein Sohn für sein Studium nach Hamburg zog und ich nach einem bio-fairen Frühstücks-Café suchte. Jeder kann hier mithelfen und seine Tipps eintragen. Die Öffnungszeit hat sich geändert? Kein Problem, auch das könnt ihr selbst ändern. Ich finde das richtig super, denn oft sind es ja noch eher kleine, oftmals unbekannte Unternehmen, die das WIR in Wirtschaft besser vorleben. Wenn wir alle dafür sorgen, dass solche Firmen, Vereine oder Bildungsprojekte leichter zu finden sind, dann werden sicherlich noch viel mehr Menschen diese wirksamen Alternativen nutzen.
Bestimmt kennen Sie auch einen solchen Ort…

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Dieses Rezept ist von
Frank Braun

Einen Filmabend zur WIRtschaft machen

* Interesse am anderen Wirtschaften
* Zeit und Lust für einen inspirierenden Abend
* ein internetfähiger Computer (oder DVD + Player)


„So schön kann Wirtschaft sein“ – eine ironische Aussage…? Jedenfalls kam mir der Satz irgendwie schräg vor. Das führte mir deutlich vor Augen, welches Bild ich von Wirtschaft habe. Es gibt aber viele Beispiele, die zeigen: Wirtschaft kann auch sinnvoll, kooperativ und voller Freude sein. Wenn wir sie so gestalten. Darüber wurden auch einige Filme gedreht, die sich wunderbar für einen kleinen Filmabend eignen.
Also – Popcorn poppen lassen und es sich auf dem Sofa gemütlich machen.

Nun zu den FILMTIPPS
VORSICHT: Diese Filme können Ihr Denken und Handeln verändern!
* Lebendige Wirtschaft – Auf der Suche nach Erfolg und Erfüllung
* From Business to being
* Auf Augenhöhe – Lebendigkeit in Organisationen zeigen und stärken
* Die stille Revolution – Der Film zum Kulturwandel in der Arbeitswelt
* Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen

>> Weitere Filmtipps sind herzlich Willkommen!

Abwandlungen
Partner*in oder Freunde einladen und gemeinsam gucken.

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Dieses Rezept ist von
Kerstin Seeger

Dingen, die ich nicht mehr nutze, ein neues Leben schenken

* Dinge, die du nicht mehr brauchst oder benutzt
* Zeit für eine kleine Inventur
* Ideen, wer die Sachen brauchen könnte


Wie schön könnte es wohl sein, Ballast abzuwerfen und dabei noch Freude zu schenken?
Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht, aber bei uns sammeln sich immer wieder Dinge an, die eigentlich noch gut sind, aber wir benutzen sie nicht mehr. Sei es ein Spiel, an dem wir uns satt gespielt haben, Kleidung, aus der wir herausgewachsen sind, oder Dinge, an denen wir schlicht das Interesse verloren haben. Zum Wegwerfen wäre das viel zu schade, und so sammelt sich dann immer wieder etwas an. Mittlerweile machen wir in der Familie so alle halbe Jahre mal Inventur, um dem Ballast gar nicht erst Zeit zu geben, sich im Keller festzuliegen. Nach ein wenig Recherche haben wir schnell Orte gefunden, die sich über funktionierende bzw. nutzbare Dinge aller Art freuen. Solche Orte gibt es bestimmt auch in eurer Nähe. Kleider geben wir bei einem schönen Second-Hand-Laden in der Nähe ab, alles, was mit Wohnen zu tun hat, am Gebrauchtwarenhof, ebenso Sport- und Spielsachen unserer Kinder. Auch der Verschenkladen freut sich über neue Dinge im Sortiment. Der Gebrauchtwarenhof ist übrigens auch ein toller Ort, um sich preiswert mit allem was man zum Leben braucht, einzudecken. Teils sind die Dinge dort kaum benutzt. Es ist jedes Mal befreiend, wenn wir so wieder Platz machen und gleichzeitig wissen, dass die Dinge an anderer Stelle weiter Nutzen stiften können. Und wenn ihr dann eure Orte, die Gebrauchtes weiter teilen, dann auch noch in die Karte von Morgen eintragt (siehe Rezept „Gutes sichtbar machen“), dann habt ihr gleich zwei gute Dinge miteinander verbunden und mitgeholfen, dass die Zubereitung dieses Rezeptes für andere leichter wird.

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Dieses Rezept ist von
Frank Braun