Wandel-Menü – die WIRtschaft zu Gast bei sneep e.V.

Im Juni waren wir Teil der Tagung des Studierenden-Netzwerks sneep e.V. – student network for ethics in economics and practice. Dafür haben wir ein WANDELMENÜ kreiert!!! Schauen Sie rein und lassen Sie es sich schmecken!

Außerdem sind bei dieser Tagung einige tolle neue Rezepte entstanden. Sie finden Sie in unserer Rezeptesammlung.

Haben Sie Lust, einen Beitrag zu einer gerechteren WIRtschaft beizutragen? Dann sind Sie bei diesem „Menü“ genau richtig!
Einfach ausdrucken und das passende Rezept aussuchen, oooooooder VERSCHENKEN!
Berichten Sie gerne über Ihre Erfahrungen, oder Ihre Rezept-Idee!
Viel Spaß beim Nachkochen und Verschenken!




Check-In-Check-Out – Verständnis und Reflektion im Team

* Kolleg:innen
* regelmäßige Team-Meetings
* Bereitschaft zum persönlichen Austausch
* Koordinator:in & Moderator:in

„Wie geht es eigentlich meinen Kolleg:innen?“, spätestens seit Home-Office zur Regel geworden ist bleibt diese Frage oft unbeantwortet, aber auch im stressigen Büroalltag ist manchmal keine Zeit für ein offenes Gespräch. Es kann befreiend und verbindend sein, über private Dinge zu sprechen. Auch für Überforderungen, Stress oder Erfolgserlebnisse sollte es einen Gesprächs-Raum geben, der Ihre Arbeit und Ihr Team stärken kann: Check-In- und Check-Out-Meetings könnten diesen Raum bieten:

Planen Sie mit Ihrem Team kurze wöchentliche Treffen für einen offenen Austausch (z.B. montags – Check-In – und Donnerstag oder Freitag morgens – Check-Out).

Inspiration für das Check-In-Meeting
„Wie starten Sie in die Woche?“
„Was beschäftigt Sie gerade (privat wie auch beruflich)?“
„Was haben Sie sich vorgenommen oder was möchten Sie erledigen?“
Aktiv auch Raum geben um Überforderung und Überlastung zu benennen und eventuell um Unterstützung zu fragen.

Inspiration für das Check-Out-Meeting
„Wie lief die Woche für Sie?“
„Wie starten Sie in das Wochenende?“
„Was haben Sie diese Woche nicht geschafft oder geschafft?“
„Was kann nächste Woche besser laufen?“

TIPP
In diesem Artikel der Neuen Narrative findet ihr noch mehr mehr über Check-Ins, Check-Outs und Tipps für die Verbesserung von Meetings:
https://www.neuenarrative.de/magazin/frag-fred-grundregeln-fuer-bessere-meetings/


Viel Spaß beim kochen!

Wer das Rezept ausprobiert oder abgewandelt hat, gerne kommentieren!





Dieses Rezept ist von Alex & Regina von sneep e. V. – student network for ethics in economics and practice

Strom, aber sexy! – Anbieter-Wechsel

* Ökostromanbieter für den Firmenstandort
* Einverständnis von Entscheidungsträger:in

Der Abbau von fossilen Brennstoffen die zur konventionellen Energiegewinnung von Nöten sind, sind klimaschädlich, begrenzt, gefährlich und kosten Lebensraum. Kohle, Erdöl, -gas und Uran sind daher keine zukunftsfähigen Ressourcen zur Stromversorgung.
Das ist Ihnen alles bekannt??? Dann schnell den Stromanbieter wechseln, falls Sie es nicht schon getan haben 🙂 Es geht schnell (je nach Unternehmensgröße natürlich), je nach Anbieter werden Sie bei dem Wechsel auch unterstützt und Sie tragen einen Teil zur Energiewende bei. So geht’s:

1. Finden Sie einen passenden Stromanbieter unter https://wirklich-gruen.de/ und informieren Sie sich beim Ökostromanbieter über Tarife und welche Schritte für den Wechsel nötig sind.

2. Treten Sie ggf. mit einem ersten Kostenvoranschlag, einem groben Umsetzungsplan und den Pro-Argumenten an die Entscheidungsträger:innen heran.

3. Wechseln Sie den Stromanbieter und…

4. …lassen Sie sich feiern! 🙂


Viel Spaß beim kochen!

Wer das Rezept ausprobiert oder abgewandelt hat, gerne kommentieren!





Dieses Rezept ist von Pia & Janina von sneep e.V. – student network for ethics in economics and practice

Für die Zigarette danach – Ballot Bins

* Raucherbereich(e)
* Abstimmung mit Gebäudereinigung über Leerung der Boxen
* Tool für Fragensammlung
* finanzielle Ressourcen (350-650€ pro Ballot Bin)


Zigarettenstummel gehören zu den am häufigsten weggeworfenen Gegenständen. Um die 80% der gerauchten Zigaretten weltweit werden unsachgemäß entsorgt. Hier setzen die Ballot Bins mit ihrem Nudging-Ansatz zur Verhaltensänderung an, denn sie bieten einen spielerischen Anreiz für eine umweltfreundliche Entsorgung von Kippen.

In den innovativen Aschenbecherkästen können eine Frage mit zwei Antworten zur Abstimmung gegeben werden. Die Mitarbeitenden zeigen ihre Meinung, indem sie ihre Zigarettenkippe in die Schlitze unter ihrer bevorzugten Antwort stecken. Der Wurf stapelt sich hinter der Klarglasfront in zwei Spalten und zeigt, welche Antwort beliebter ist. Die Fragen können vom Besitzer/von der Besitzerin des Ballot Bins leicht geändert werden. Sie können witzig, aktuell, ernst oder provokant sein. Die Option Fragen zu stellen bietet zudem die Möglichkeit aufwandslos Meinungen von Mitarbeitenden einzuholen (z.B. „wünschen Sie sich mehr Vegane Optionen in der Mensa“), aber auch diese aufzuklären (z.B. „Wussten Sie, dass eine weggeworfene Kippe bis zu 60 Liter Wasser verschmutzt?“).

Step 1: Informieren Sie sich über Anbieter:innen und Preise (z.B. http://www.ballotbin.de/ oder kippster.de)

Step 2: Erstellen Sie einen Onepager / PPT Slide mit Infos und Argumenten (viele finden sich schon in diesem Rezept :))

Step 3: Beziehen Sie das Facility Management und eine:n Entscheidungsträger:in mit ein

Step 4: Klären Sie Fragen der Beschaffung, des Standorts, der Betreuung und der Leerung. (Durch die große Kapazität der Behälter ist eine Leerung nicht wöchentlich nötig und zugleich werden Zigarettenstummel quasi automatisch schon von anderen Müllmaterialien getrennt. Dies erleichtert die Entsorgung.)

Step 5: Beziehen Sie die Mitarbeitenden mit ein und sensibiliesieren Sie sie für das Thema. Es bietet sich z.B an, die Mitarbeitenden partizipativ in die Fragenfindung einzubinden! Kitzeln Sie deren kreative Ideen heraus!

Step 6: Behälter bestellen, diese aufstellen und sich über weniger Verschmutzung durch Zigarettenstummeln freuen!

Step 7: Die Mitarbeitenden regelmäßig über neue Fragen oder „Abstimmungsergebnisse“ informieren

Viel Spaß beim kochen!

Wer das Rezept ausprobiert oder abgewandelt hat, gerne kommentieren!





Dieses Rezept ist von Janina

Pressemeldung: 20. Februar ist Welttag der sozialen Gerechtigkeit und Geburtstag der WIRtschaft

Am 20. Februar ist der Internationale Tag der sozialen Gerechtigkeit der Vereinten Nationen. Diesen Tag ins Rampenlicht zu rücken, ist nötiger denn je: Das Vermögen der 10 reichsten Menschen der Welt hat sich seit Beginn der Pandemie verdoppelt. Dahingehen verringerte sich im selben Zeitraum das Einkommen von 99 % der Weltbevölkerung durch die wirtschaftliche Ungleichheit und mehr als 160 Millionen Menschen wurden in die Armut getrieben. Dies geht aus dem kürzlich veröffentlichten „Inequality kills“-Report von Oxfam International hervor. Ungleichheit tötet, denn Ungleichheit trägt alle vier Sekunden zum Tod von mindestens einem Menschen bei.






Geburtstags-Menü – die WIRtschaft feiert einjähriges

Vor einem Jahr sind wir mit unserer Website online gegangen und wir bleiben dabei. Neue und bekannte Rezepte gibts in folgendem GEBURTSTAGSMENÜ!!!

Haben Sie Lust, einen Beitrag zu einer gerechteren WIRtschaft beizutragen? Dann sind Sie bei diesem „Menü“ genau richtig!
Einfach ausdrucken und das passende Rezept aussuchen, oooooooder VERSCHENKEN!
Berichten Sie gerne über Ihre Erfahrungen, oder Ihre Rezept-Idee!
Frohe Feiertage und viel Spaß beim Nachkochen und Verschenken!




Partizipation bei Entscheidungen – Konsent

* Entscheidungen
* Kolleg:innen, Projektteam bzw. Arbeits-Partner:innen
* Lust etwas Neues auszuprobieren


Wie können wir gemeinsam entscheiden ohne zermürbende Konsens-Diskussionen oder Mehrheits-Abstimmungen (dafür-dagegen), wobei im worst-case knapp die Hälfte der Menschen einfach überstimmt werden können? Es gibt ein Entscheidungsprinzip, das versucht, alle gleichermaßen zu beteiligen, und gleichzeitig lange Diskussionen zu vermeiden. Das ist der Konsent.
Das Konsentprinzip stammt aus dem Modell der Soziokratie
Entscheidend ist – im Unterschied zum Konsens – die Entscheidungs-Frage: „Hat jemand einen schwerwiegenden Einwand gegen diesen Entscheidungsvorschlag?“
Beim Konsent geht es eher darum, dass niemand „nein“ sagt. (Im Gegensatz zum Konsens, wo alle „ja“ sagen sollen.) Es geht also nicht um die Suche nach der perfekten Entscheidung, sondern es wird eine Entscheidung gesucht, mit der alle leben können, die sich in der „OK-Zone“ befindet. Oder anders gesagt: Eine Entscheidung, die es wert ist, ausprobiert zu werden. („Good enough for now, save enough to try.“)
Diejenige Person, die eine Entscheidung herbeiführen möchte, formuliert den Entscheidungsvorschlag und bringt das Thema auf den Tisch. Dann kommt die Gelegenheit für alle Beteiligten, klärende Fragen zu stellen. Danach geht es an die Konsent-Entscheidung: „Hat jemand einen schwerwiegenden Einwand gegen diesen Vorschlag?“ Jemand, der einen schwerwiegenden Einwand hat, muss argumentieren, warum er oder sie anderer Meinung ist. Auf diese Weise dient der Einwand auch dazu, den bisherigen Vorschlag zu verbessern. Wenn niemand einen schwerwiegenden Einwand hat, bzw. die Einwände ausgeräumt werden konnten, ist der Vorschlag angenommen! Die Entscheidung ist getroffen.
Die Konsent-Methode fördert konstruktive Gegenargumente und alternative Vorschläge. Dabei zählt das Argument und nicht die Mehrheit oder Position. Alle sind gleichwertig beteiligt.
Wenn sich die Entscheidung in der Praxis dann nicht bewährt, kann jede:r einen schwerwiegenden Einwand liefern und so seinen Konsent zurückzuziehen. Dann kommt das Thema wieder zur Entscheidung.
Mittlerweile gibt es einige Unternehmen/Organisationen, die das Konsent-Prinzip anwenden. Gehört Ihre Organisation auch dazu?

Viel Spaß beim kochen!

Wer das Rezept ausprobiert oder abgewandelt hat, gerne kommentieren!





Dieses Rezept ist von Kerstin Seeger

Suchmaschinenwahl: mit Köpfchen + Herz

* ein kurzes Innehalten
* eine nachhaltige Suchmaschine


2019 sorgte eine Studie des Thinktanks „The Shift Project“ weltweit für Aufregung: Gemäß der Studie käme das Internet – wäre es ein Staat – auf Platz sechs in Sachen Energieverbrauch. Ein nicht unwesentlicher Faktor für diesen enormen Stromverbrauch sind Suchanfragen. Alleine der Marktführer Google muss TÄGLICH mehr als 5,6 Milliarden Suchanfragen bewältigen, das sind 65.000 Suchanfragen in der SEKUNDE. Es gibt keine offiziellen Zahlen zum Stromverbrauch für eine Suchanfrage von Google, aber Expert:innen schätzen, dass eine Suche rund 0,3 Wattstunden verbraucht. Sprich: 20 Mal gesucht (ich versuche mir das Wort googeln abzugewöhnen, um mich nicht zum kostenlosen Werbeträger für dieses Unternehmen zu machen), hat man in etwa soviel Energie verbraucht wie eine Energiesparlampe in einer Stunde. Oft ist das Suchen zum Ersatz fürs Nachdenken geworden, es geht ja so einfach und schnell. Ehe man sich genau überlegt hat, was eigentlich gesucht wird ist schon die erste Suche im Netz versenkt und 0,3 Wattstunden vergeudet.

Also, vor der nächsten Suche kurz innehalten und überlegen, ob es diese Suche wirklich braucht.
Auch bei der Auswahl der Suchmaschine haben wir in gewisser Weise Alternativen. Der wesentliche Aspekt für mich ist dabei der Schutz meiner Daten. Leider kommt man an Google, was die Qualität der Suchergebnisse betrifft, nicht vorbei. Aber es gibt trotzdem eine Alternative, die uns dabei hilft unsere Daten nicht zur Ware zu machen:

Startpage greift auf die Suchergebnisse von Google zurück, ist aber eine Art Vermittler zwischen uns und dem Internet-Riesen. Startpage stellt so sicher, dass unsere persönlichen Daten geschützt bleiben, wir anonym surfen können und wir nicht getrackt werden können, denn Google selbst bekommt weder unseren Standort noch unsere IP-Adresse zu sehen. Außerdem werden keine Cookies gesetzt.
Obwohl die Ergebnisse von Google selbst kommen, unterscheiden sich die Suchergebnisse möglicherweise. Das liegt daran, dass mangels Daten keine personalisierten Ergebnisse ausgespielt werden können. Vielleicht ja auch in Ihrer Firma ein guter Kompromiss?

Viel Spaß beim kochen!

Wer das Rezept ausprobiert oder abgewandelt hat, gerne kommentieren!





Dieses Rezept ist von Frank Braun

Redeanteil in Teammeetings verändern

* regelmäßiges Teammeeting
* Kolleg:innen, Projektteam, Arbeits-Partner:innen
* Lust etwas Neues auszuprobieren
* Das Team überzeugen
* Moderator:in


Wie können wir gemeinsam entscheiden ohne zermürbende Konsens-Diskussionen oder Mehrheits-Abstimmungen (dafür-dagegen), wobei im worst-case knapp die Hälfte der Menschen einfach überstimmt werden können? Es gibt ein Entscheidungsprinzip, das versucht, alle gleichermaßen zu beteiligen, und gleichzeitig lange Diskussionen zu vermeiden. Das ist der Konsent.

Das Konsentprinzip stammt aus dem Modell der Soziokratie
Entscheidend ist – im Unterschied zum Konsens – die Entscheidungs-Frage: „Hat jemand einen schwerwiegenden Einwand gegen diesen Entscheidungsvorschlag?“

Beim Konsent geht es eher darum, dass niemand „nein“ sagt. (Im Gegensatz zum Konsens, wo alle „ja“ sagen sollen.) Es geht also nicht um die Suche nach der perfekten Entscheidung, sondern es wird eine Entscheidung gesucht, mit der alle leben können, die sich in der „OK-Zone“ befindet. Oder anders gesagt: Eine Entscheidung, die es wert ist, ausprobiert zu werden. („Good enough for now, save enough to try.“)

Diejenige Person, die eine Entscheidung herbeiführen möchte, formuliert den Entscheidungsvorschlag und bringt das Thema auf den Tisch. Dann kommt die Gelegenheit für alle Beteiligten, klärende Fragen zu stellen. Danach geht es an die Konsent-Entscheidung: „Hat jemand einen schwerwiegenden Einwand gegen diesen Vorschlag?“ Jemand, der einen schwerwiegenden Einwand hat, muss argumentieren, warum er oder sie anderer Meinung ist. Auf diese Weise dient der Einwand auch dazu, den bisherigen Vorschlag zu verbessern. Wenn niemand einen schwerwiegenden Einwand hat, bzw. die Einwände ausgeräumt werden konnten, ist der Vorschlag angenommen! Die Entscheidung ist getroffen.

Die Konsent-Methode fördert konstruktive Gegenargumente und alternative Vorschläge. Dabei zählt das Argument und nicht die Mehrheit oder Position. Alle sind gleichwertig beteiligt.

Wenn sich die Entscheidung in der Praxis dann nicht bewährt, kann jede:r einen schwerwiegenden Einwand liefern und so seinen Konsent zurückzuziehen. Dann kommt das Thema wieder zur Entscheidung. Mittlerweile gibt es einige Unternehmen/Organisationen, die das Konsent-Prinzip anwenden. Gehört Ihre Organisation auch dazu?

Wer das Rezept ausprobiert oder abgewandelt hat, gerne kommentieren!





Dieses Rezept ist von
Kerstin Seeger